Es war da dieses eine Jahr, in dem genug Schnee fiel, der es zuließ, dass ich mit meinen Langlaufski von meinem Heimatdorf über die Äcker ganz nach oben lief. Dort genoß ich es, in die Weite zu blicken, spürte aber, ich wollte weiter. Es ging durch ein kleines Tal, dann auf eine Wiese. Dort sah ich etwas in der Ferne, konnte aber nicht erkennen, was genau es war. Beim Näherkommen zeigte sie sich mir zum ersten Mal – die Gedankenbank … wunderschön gelegen mit einem Rundumblick auf die Harzer Mischwälder, die Streuobstwiesen, die Erhebungen des Kyffhäusergebirges bis hin zu den Ausläufern des Thüringer Waldes. Das erste Foto von der Gedankenbank im Winter war etwas Besonderes, darauf wurde ich auch öfter angesprochen 😉 .

Von da an lief ich immer mal wieder von hier los … hoch bis zur Bank.

Eine Fahrradtour brachte mich später auf den Karstwanderweg. So fand ich dieses kleine Wäldchen mit dem Höhlenportal. Von da an erwanderte ich diese Gegend, mal barfuß, mal über die Wiesen oder durch den Wald. Meist war die Gedankenbank mein Ziel, die mich so manches Mal überraschte, oft mit viel Wind, mehrmals mit Unmengen von Marienkäfern und immer mit wunderschönen Aus- und Weitsichten.

Eine Öffnung
Als ich wieder einmal die Gedankenbank besucht hatte, spürte ich danach, das etwas Besonderes geschah. Tief in mir hörte ich: „Es öffnen sich Welten!“ und dann sah ich sie … wunderschöne Kristallwelten, einladend, sich mir öffnend, neu.

Ich war da … immer wieder zog mich dieser Ort, zog mich etwas dorthin. Manchmal war es, dass ich fühlte, ich darf das Heilige dort erfahren, darf da sein, mich verbinden und klären. Manchmal brauchte es Weitblick, durchpusten, barfuß laufen. Hier ist alles vereint … ein Portal in „dunkle“ Welten, wie eine Art Schoß, der mich auffängt, hält. Und oben auf dem Berg der Zugang zum Licht, zur Freiheit. Alles miteinander, füreinander, verwoben … und darunter … Kristallwelten, die sich mir heute gezeigt haben. Es ist, als ob ich dort bin, jetzt. Tief verbunden bin, mich erinnernd … noch mehr erinnernd, was einst war, in Verbindung zu dem, was jetzt ist.
Ich sehe sie: unzählige Naturwesen tanzen, feiern, winken mir zu, öffnen ihren Kreis, damit ich eintrete. Das Licht umfängt uns … ich bin … staunend … wissend … mein wahres Sein erfassend, immer mehr. Es wird immer runder, immer klarer, auch machtvoller, wird so kraftvoll, dass mir die Worte fehlen. Demütig bin ich …
Und so sehe ich mich liegen, liegen auf dem Berg, bei der Bank. Die Sonne schenkt mir ihre warmen Strahlen, die Erde unter mir pulsiert. Es öffnet sich … dieses Feld öffnet sich in genau dem Moment und wartet, bis ich bereit bin.
Der Ruf erschallt! Die Kristallwelten zeigen sich, die Wesen der anderen Welten sind da … so nah sind sie da!
Ich trete einen Schritt zurück, atme durch und blicke hinauf … oder hinein? Alles schimmert, glänzt, strahlt und funkelt, vibriert … um im nächsten Moment ganz still und sanft zu schwingen. Freude vereint sich mit Stille, Tanz mit einfachem Sein … eine Welt, die alles in sich vereint und mir zuflüstert: „Komm, tritt ein! Erfahre dich neu und teile, damit all Jene sich erinnern, die sich einst verabredet haben!“
Ich nicke, weiß ich doch, hier geschieht gerade etwas Großes. Ich darf mich diesen Welten nähern, sie betreten, erfahren … was für eine Gnade! Mein Inneres jubelt, weiß aber noch nicht so recht, wie das alles verarbeiten … es ist so überraschend neu …
Eine Botschaft
Später … ich bin tief verbunden … höre … fühle …
„Ihr lieben Menschenwesen, es ist Zeit, dass ihr euch erinnert!“
Ich höre ihr Worte, fühle ihre Liebe, sehe sie vor mir, um mich herum. Ihre Worte schwingen in all meinen Zellen, während sie mein ganzes System erinnern und in sanfte Schwingung versetzen:
„Tief verbunden wirkten wir einst hier, hier an diesem verbotenen Ort. Warum verboten? Wir waren stark, wir wussten um unsere Macht und ahnten doch, da kommt noch eine ganz andere Zeit. Doch wir lebten gemeinsam im Frieden … bis eines Tages dieser erschütternde Ruf erschallte: Geht in Deckung! Schützt die Kristallwelten, sie müssen bewahrt werden, bis die Menschen aus dem Schlaf erwachen und sich erinnern! Geht in die Tiefe, haltet das Feld!
Diese Worte ließen unsere Herzen erschweren, traurig wandten wir uns nach innen, nahmen die Kristallwelten mit uns und legten einen Schutz darum. Es war, als ob alles in einen tiefen Schlaf versank. Umso mehr und größer war unsere Freude, euch erwachen zu sehen. Dieser „Deckel“ durfte sich langsam lösen, wir uns immer mehr zeigen. Wir wissen, es ist vorbei! Kein Verstecken mehr! Keine Verbote! Es ist unser aller Zeit, jetzt gemeinsam zu gehen. Wir haben die Kristallwelten für euch, für uns alle bewahrt, geschützt, genährt und weiter stabilisiert und wachsen lassen. Damit ihr sie jetzt fühlt, seht, euch erinnert und mit uns die Welten verbindet.
In tiefer Freude und Dankbarkeit und Demut für euren Mut, eure Geduld, euer Vertrauen! Danke, dass ihr nicht aufgegeben habt! Danke, dass ihr euch erinnert!“
Diese Botschaft … man kann sie nur fühlen … Worte reichen nicht aus, dies zu beschreiben … ich erinnere mich …

Unterhalb der Gedankenbank … ein Höhlenportal

Es ereilte mich immer mal wieder dieser Ruf, der mich zu dem Portal führte. Dort war es still. Eingefasst von riesig hohen Felsen, ein kreisrunder Platz mit Steinen und verschiedenen Höhlen … hier saß ich, schickte Energien hinauf … manchmal in Situationen, die gewandelt werden wollten.

Ich lauschte, fühlte … begegnete Wesen … der Wind schickte mir jedesmal einen Gruß, schickte Blätter zur Erde und rauschte durch die Äste. Tiere zeigten sich: ein Reh sprang vorbei, ein Waschbär beobachtete mich von seinem Platz hoch oben auf dem Baum.

Ich spürte genau, wenn jemand vor mir da war, der diesen Platz nicht zu würdigen wußte. Auch deshalb ging ich dorthin, reinigte und säuberte, wandelte die Energien und brachte Frieden.
Es dauerte nicht lange bis ich fühlte, dass dort etwas Besonderes, ja Wichtiges geschieht. Ich konnte das auch an meinen Fotos sehen auf denen sich immer wieder Lichtwesen und -energien zeigten. Und so achtete ich ganz genau darauf, wann mich das Höhlenportal rief und wann es eher darum ging, das Umfeld zu sortieren.

Etwas geht zu Ende
Als ich Ende 2025 noch einmal zum Wald bei der Gedankenbank wollte, war etwas anders. Ich spürte, etwas geht gerade zu Ende. Meine Aufgabe hier ist vollbracht. Wehmütig schaute ich noch einmal hinauf, mich erinnernd, wie berührend, wie tiefgehend, wie besonders meine Zeit hier war.

Etwas geht zu Ende … vielleicht … vielleicht hebt sich aber auch hier alles eine energetische Stufe höher, wird auch hier was neu ausgerichtet? Ich werde es erfahren und wissen … und wenn es doch weiter geht, darüber berichten. Bis dahin … danke für all die Zeit, die ich hier verbringen durfte und danke, für all die Begegnungen mit den Tier- und anderen Welten ❤